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Komm Mit!-Fördern statt Sitzenbleiben

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Initiative „Komm mit – Fördern statt Sitzenbleiben“

Initiative zur Reduzierung der Zahl der Sitzenbleiber

Die Initiative „Komm mit – Fördern statt Sitzenbleiben“ zur Reduzierung der Zahl der Sitzenbleiber steht im Einklang mit dem im §1 des Schulgesetzes festgeschriebenen Recht auf schulische Bildung, Erziehung und individuelle Förderung. Intention ist, in einem Pilotprojekt zu erproben wie die Aussage des § 50 „Schule hat Unterricht so zu gestalten und Schülerinnen und Schüler so zu fördern, dass die Versetzung der Regelfall ist“ umgesetzt werden kann.

In der Region OWL haben die Schulen großes Interesse gezeigt, ihre Angebote der individuellen Förderung sowohl für Leistungsstarke als auch zur Behebung von Rückständen  auszubauen. Das zeigt sich an dem großen Interesse an Weiterbildung und daran, dass dieser Bereich in allen Schulen zentraler Bestandteil der innerschulischen pädagogischen Diskussion ist.

Als Ressourcen stehen für Individuelle Förderung den Schulen Ergänzungsstunden zur Verfügung, die in der Stundentafel verankert sind. Zudem verfügt jede Schule über einen Stellenzuschlag für Vertretungsunterricht und individuelle Förderung.

Im Rahmen des Pilotprojektes „Initiative zur Reduzierung der Zahl der Sitzenbleiber“ können landesweit 385 allgemeinbildende Schulen ab dem 1. August  ihre Erfahrungen ausbauen. Diese Schulen haben im Rahmen der der einschlägigen Vorschriften konzeptionelle Freiheiten zur Senkung der Quote der Nichtversetzungen. Sie sollen „best – practice“ Hinweise für andere  Schulen liefern.  Wesentliches Kriterium ist, das Ziel ohne Minderung der Leistungsanforderungen zu erreichen. Das Land stellt dafür 100 Stellen zur Verfügung, das bedeutet, dass jede Schule, die an dem Projekt teilnimmt 9 zusätzliche Wochenstunden erhält.

In OWL haben sich 32 Schulen gemeldet, die teilnehmen wollen.

Nach Schulformen aufgeschlüsselt: 2 Hauptschulen, 13 Realschulen, 3 Gesamtschulen, 14 Gymnasien

Unterschiedliche Maßnahmen werden von den Schulen in Erwägung gezogen:

Ausgehend von einer systematischen Erfassung der schulischen Daten, der Auswertung von Klassenarbeiten und Lernstandserhebungen werden Schwerpunkte ermittelt. Diagnostische Tests sollen die Defizite der Schülerinnen und Schüler erfassen, Beratungssituationen werden institutionalisiert, Maßnahmen werden verbindlich gemacht.

Als Unterstützungsangebote werden durchgeführt u.a. Förderunterricht in Kleingruppen, Betreuungsangebote von älteren Mitschülern, fachliche lerntechnische Kurse, Einrichten eines Selbstlernzentrums, spezielle Lernberatung durch Lehrkräfte, Angebote von Konzentrations-, Methoden- und Gedächtnistraining, Einrichten spezieller Kurse für Berufs- und Lebensplanung.Für Schülerinnen und Schüler werden Förderpläne erstellt, es werden Lernzielvereinbarungen getroffen, als Lernbegleitung wird eine Fördermappe im Sinne eines Portfolios geführt, der individuelle Lernfortschritt wird durch Testung am Ende des Halbjahres festgestellt, spezielle Beratungsstunden werden eingerichtet.

Schulische Strukturen werden überdacht, wie Einrichten eines Schülersprechtages, Aufbau von Teamstrukturen innerhalb von Jahrgangsstufen, spezielle Absprachen in Fachkonferenzen um eine innere Differenzierung im Unterricht zu erreichen.