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Workshop 1 Mädchenarbeit im Kontext von Schule Moderation: Gundula Jasper
Gesamtschule Stieghorst, Bielefeld
Kurzbeschreibung: Es soll veranschaulicht werden, wie Mädchenarbeit an der
Schule konkret gestaltet werden kann. Hierzu werden Projekte vorgestellt und ihre Verankerung im Schulprogramm und -curriculum erläutert. Darüber hinaus geht es generell um die
Genderarbeit im Kollegium am Beispiel der Gesamtschule Stieghorst.
Workshop 2 Hat Lesen ein Geschlecht? Moderation: Heidrun Wehn/ Maxi Brautmeier-Ulrich, Astrid-Lindgren-Grundschule, Bielefeld , Grundschule Sande, Paderborn
Kurzbeschreibung: Beide Geschlechter lernen das Lesen unterschiedlich schnell und lesen unterschiedlich häufig. Sie gehen sogar mit
jeweils anderen Bedürfnissen, Interessen und Lesestrategien an – verschiedene – Texte heran. Es soll herausgearbeitet werden, wie es dazu kommt und wie damit im Unterricht umzugehen ist.
Workshop 3 Anlage Präsentation pdf Mädchen für MINT-Fächer und Zukunftsberufe begeistern Moderation: Carmen Ruffer, Girls’ Day- Mädchenzukunftstag, Bielefeld
Kurzbeschreibung:
In dem Workshop werden aktuelle Voraussetzungen und Hintergründe spezifischer Technikangebote für Mädchen
vorgestellt. Dann wird – unter besonderer Berücksichtigung des Girls'Day - Mädchen-Zukunftstags – ein Überblick über
Projekte und Kooperationen gegeben, die helfen können Mädchen neue Wege in der Berufs- und Studienwahl zu
eröffnen. Abschließend sollen die Erfolgsfaktoren identifiziert werden, die zum Gelingen solcher Vorhaben beitragen und dafür nach dem aktuellen Wissensstand notwendig sind.
Workshop 4 Sexualpädagogische Bausteine für die Praxis
Moderation: Marlene Schütte, Universität Bielefeld
Kurzbeschreibung: In der schulischen Sexualerziehung kommt nach Auffassung von Schülerinnen und Schülern das „Eigentliche“ in der
Sexualität nicht genügend zur Sprache und wird häufig als „voll peinlich“ erlebt. Aufgrund der immer früheren
Geschlechtsreife und der gesellschaftlichen Entwicklung im Umgang mit Sexualität hat dieses Thema bereits frühzeitig
in der Schule eine wichtige Bedeutung. Es reicht nicht, auf die Anlässe und Fragen der Jungen und Mädchen zu warten
und vermeidend statt konstruktiv mit der Verpflichtung zur Sexualerziehung (s. Richtlinien) um zugehen. Es reicht auch nicht, sich auf die biologische Vermittlung der Fortpflanzungsfunktionen zu beschränken.
In diesem Workshop werden anhand konkreter Bausteine Möglichkeiten aufgezeigt, dieses Thema („Liebe –
Freundschaft – Sexualität“) entsprechend der Richtlinien fächerübergreifend, handlungsorientiert, partizipativ und
geschlechtshomogen wie –heterogen (insbesondere für die Jahrgänge 5/6) zu thematisieren.
Workshop 5 Koedukation und Sportunterricht
Anlage (pdf) Moderation: Helmut Schmerbitz und Wolfgang Seidensticker, Laborschule Bielefeld
Kurzbeschreibung: In den Lehrplänen Sport für die Schulformen der Sekundarstufe I wird der Leitvorstellung einer „Reflexiven Koedukation“
an verschiedenen Stellen Rechnung getragen. Bei der Umsetzung des Doppelauftrags „Entwicklungsförderung durch
Bewegung, Spiel und Sport und Erschließung der Bewegungs- Spiel- und Sportkultur“ ist auch von bestehenden geschlechtstypischen Voraussetzungen und Erwartungen von Mädchen und Jungen auszugehen und bei der
Bestimmung der Aufgaben und Ziele des Schulsports, bei der Gestaltung des Unterrichts und bei der Vermittlung der Inhaltsbereiche zu berücksichtigen.
In diesem Arbeitskreis soll für Probleme und Zielsetzungen des koedukativen Sportunterrichts sensibilisiert werden
und es werden Möglichkeiten heraus gearbeitet, den Unterricht geschlechtsbewusst und reflexiv zu gestalten. Darüber
hinaus soll diskutiert werden, wie der Schulsport im Rahmen der Schulprogrammarbeit einen Beitrag zur überfachlichen Erziehungsaufgabe einer reflexiven Koedukation und geschlechterbewussten Bildung in der Schule
leisten kann.
Workshop 6 Geschlechterbewusste Schulentwicklung
Den Vortrag finden Sie hier auf einem externen Server Moderation: Dr. Christine Biermann, Laborschule Bielefeld
Kurzbeschreibung: Wie kommt Neues in die Schule – und wird dort nachhaltig verankert? Immer wieder verlaufen – auch recht erfolgreiche
- Geschlechterprojekte „im Sande“: Die engagierte Kollegin verlässt die Schule, der Sozialarbeiter mit halber Stelle hat zu viele andere Aufgaben, der innovative Kollege ist ausgebrannt…
Zur langfristigen geschlechtergerechten Schulentwicklung kommt es erst über die Zusammenführung von innovativem
Handeln der Lehrenden und förderlichen Organisationsstrukturen. In diesem Workshop werden diese Interdependenzen ausgeführt.
Workshop 7 Umgang mit herausforderndem Verhalten von Jungen und Mädchen
Präsentation im WS (pdf 4 MB)
Moderation: Michael Meurer, Gewaltberater und Jungenarbeiter, Detmold
Kurzbeschreibung: Der Ursprung für "Herausforderungen" im Lehrberuf sind in Wirklichkeit häufig Krisen, Verzweiflung, Ängste und
Verunsicherung. Daher ist es notwendig, auf der Suche nach Lösungen für ein Problem einen weiteren als einen ausschließlich methodisch-didaktischen Blick (bis hin zu Sanktionen) auf die Beteiligten zu haben, um der
Herausforderung "Herr" zu werden. Es ist oft sinnvoll, diese "schwierigen Situationen" im Unterricht mit Bewusstsein
des eigenen und des Geschlechtes der Schülerinnen und Schüler anzugehen. Den geschlechtsspezifischen Blick zu
schärfen, das Wissen um Aggression, Gewalt und Deeskalationsstrategien sowie Kontaktfähigkeit im Kontext von Unterricht sind Eckpunkte des Workshop.
Workshop 8 Jungenarbeit an Schulen zum Vortrag pdf
Moderation: Andreas Haase, Gendertrainer, Detmold
Kurzbeschreibung: Da es an einer für Jungen akzeptablen Jungenpädagogik mangelt, geraten heute viele Anforderungen für die Jungen
„plötzlich und unerwartet“ zu Überforderungen. Traditionelle männliche Rollenmuster korrespondieren nicht mehr mit
gesellschaftlichen Realitäten. Jungenarbeit an Schulen muss sich daher verstärkt mit einem modernisierten Verständnis von Geschlechterrollen befassen, sowohl für deren Lebensplanung als auch in der täglichen
Auseinandersetzung mit anderen Menschen. Ebenso muss der „Blick“ von Männern als auch von Frauen auf die Jungen stets reflektiert werden, um geschlechtsbewusst interagieren zu können.
Workshop 9 Geschlechtersensible Elternarbeit in der Schule
Moderation: Uli Boldt, Universität Bielefeld
Kurzbeschreibung: Nicht nur im Bereich der Berufsorientierung und Lebensplanung sind die Eltern die wichtigsten Berater für die Kinder
und Jugendlichen. Der Einfluss der Mütter und Väter auf die Bildungsteilhabe ihrer Töchter und Söhne wird zunehmend bei Fragen der Freizeitgestaltung, der Computernutzung und der Leseförderung diskutiert.
In dem Workshop sollen methodische und organisatorische Konzepte der Arbeit mit den Eltern insbesondere unter
dem Aspekt einer geschlechtersensiblen Elternarbeit (Mütter- und Väterabende) vorgestellt werden.
Workshop 10 Individuelle Förderung – ein Weg zur Geschlechtergerechtigkeit
Moderation: Susanne Bahry / Klaus Brand, Realschule Horn-Bad Meinberg
Kurzbeschreibung: In der Schule geraten scheinbar eher die Jungen immer häufiger ins Hintertreffen (schlechtere Schulleistungen, mehr
Verhaltensauffälligkeiten usw.), in der Berufswelt nach wie vor eher die Mädchen (weniger Spitzenpositionen). In
diesem Workshop sollen Gründe und Ursachen dieser aktuellen Entwicklungen aufgezeigt werden. Es soll dabei
geklärt werden, was sich ändern müsste, z. B. dass in der Schule gezielter auf Jungen und Mädchen eingegangen
werden sollte und sie individueller gefördert werden müssen um dadurch mehr Geschlechtergerechtigkeit herzustellen.
Workshop 11 Berufsorientierung und Lebensplanung von Jungen
Moderation: Miguel Diaz Neue Wege für Jungs, Bielefeld
Kurzbeschreibung: Zunächst werden die Hintergründe für eine geschlechtssensible Förderung von Jungen bei der Berufs- und
Lebensplanung dargelegt. Dabei werden wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen und die daraus resultierenden besonderen Problemlagen junger Männer vorgestellt.
Im Anschluss daran wird ein geschlechtsbezogener Handlungsbedarf für die Berufs- und Lebensplanung von Jungen
abgeleitet und das europaweit einzigartige Projekt NEUE WEGE FÜR JUNGS vorgestellt.
Den Abschluss der Darlegungen bilden einige Praxisbeispiele zum Thema.
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