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Eine Schule für Mädchen und Jungen
Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe, Universität Bielefeld

Die Verwirklichung von Chancengleichheit für beide Geschlechter ist auch heute noch ein aktuelles Thema schulischer Bildung und Erziehung. Bei Mädchen muss v.a. auf die Entwicklung des Selbstvertrauens und der Selbstbehauptungsfähigkeiten sowie auf das Berufswahlverhalten geachtet werden. Bei Jungen stehen v.a. Fragen der sozial-emotionalen Interaktion und die Leistungsmotivation im Vordergrund. Für LehrerInnen und Schulentwicklungsvorhaben ergeben sich daraus insofern komplexe Anforderungen, weil in den Maßnahmen für eine geschlechtergerechte Schule zugleich Prozesse des "Doing Gender" im Sinne des Verstärkens von Geschlechterstereotypien vermieden werden müssen.
 

 

‚Ticken’ Mädchen und Jungen anders? – Ergebnisse der Hirnforschung
Referentin: Friederike Gausmann, Martin-Niemöller Gesamtschule

Kurzbeschreibung:

Mädchen denken und fühlen anders als Jungen – ist das so?
Jungen entwickeln sich langsamer als Mädchen – stimmt das?
Und wenn ja – welche Auswirkungen hat das auf unseren Umgang mit ihnen?

In dem Einführungsreferat ‚Ticken’ Mädchen und Jungen anders? – Ergebnisse der Hirnforschung wird es darum gehen, sich Antworten auf diese Fragen anzunähern und die Einflüsse von Genen und Hormonen auf das Gehirn sowie dessen Plastizität zu verdeutlichen. Es wird außerdem der Frage nachgegangen, inwieweit der Einfluss auf Denkstrukturen von Kultur einerseits und Biologie andererseits definierbar ist. Schließlich werden Konsequenzen für die Arbeit mit Jungen und Mädchen in der Schule hergeleitet und andiskutiert werden.